Dienstag, 7. April 2015

Looking fo Hope - Colleen Hoover [Rezension]

"Habe ich damit, dass ich den beiden als kleiner Junge den Spitznamen >Hopeless< verpasst habe, womöglich mein Schicksal besiegelt? Denn jetzt, wo beide weg sind, ist mein Leben endgültig hoffnungslos geworden." (S.48)

Titel: Looking For Hope
Autorin: Colleen Hoover
Format: Taschenbuch
Verlag: dtv
Preis: 9,95 Euro

Zusammenfassung:

Auf die Vergangenheit zurückzublicken, das hat Dean Holder seit dem Tod seiner Schwester erfolgreich vermieden und stattdessen kräftig an seinem Image als Bad Boy gearbeitet. Bis er Sky trifft, die seine Welt von einem Moment auf den anderen aus den Angeln hebt. In Skys Gegenwart brechen Gefühle auf, die Dean längst verloren glaubte, doch immer mehr wird klar: Um in die Zukunft blicken zu können, muss Dean sich den Geistern seiner Vergangenheit ebenso stellen wie Sky...

Meinung:

JA, es handelt sich definitiv um ein Colleen Hoover Buch.
Und auch "ja", dass es die gleiche Geschichte wie in "Hope Forever" ist, nur dieses Mal aus Dean Holder's Perspektive.
Als ich "Hope Forever" gelesen habe, war ich einfach sprachlos und beeindruckt, von der Geschichte und dem Schreibstil der Autorin. Deshalb habe ich mich auch umso mehr auf den zweiten Teil gefreut. Zu Anfang wusste ich aber noch nicht, dass der Roman von der gleichen Geschichte handelte. Eigentlich war mir das im Grunde gleichgültig. 

Dann lesen wir die Geschichte halt nochmal aus Holder's Perspektive. 
Und das habe ich auch getan. 
Wie ich es fand?

Obwohl es die gleiche Story ist, war ich erstaunt wie gut es mir gefallen hatte. Ich war stets neugierig die nächste Seite zu lesen, obwohl ich doch den Handlungsverlauf der Geschichte kannte. 
Das Schreiben der Briefe an die verstorbene Schwester von Holder hat den ganzen Roman pure Gänsehaut verliehen und mich als Leser emotional aufgewühlt. Die Briefe waren mit so viel Emotionen verfasst, dass ich Dean am liebsten in die Arme genommen hätte. 
Ihr wundert euch wahrscheinlich warum ich zwischen "Dean" und "Holder" springe. Na ja, das liegt daran, dass er eigentlich "Dean Holder" heißt, aber alle ihn, seit dem er acht ist "Holder" nennen. Und das wiederum hat seinen eigenen Grund, aber am meisten hängt es mit Hope zusammen.

Dean lernt nach dem Tod seiner Schwester Sky kennen, die er an Hope erinnert. Die Hope, die mit 5 Jahren verschwunden ist, die Hope, die nie wieder aufgetaucht ist und die Hope, die jetzt urplötzlich vor ihm steht.
Nachdem Holder also auf Sky trifft, kann er so viele Parallelen und Gemeinsamkeiten zwischen Sky und Hope feststellen. Wie er sich freut als er denkt, er hätte Hope wiedergefunden, aber gleichzeitig wünscht er sich, dass Sky Sky ist und nicht Hope.
Er will nicht nochmal das gleiche durchmachen.
Noch viel komischer ist: Warum kann sich Sky an nichts erinnern?

Wenn man "Looking For Hope" lesen möchte, muss man dafür den ersten Teil "Hope Forever" nicht gelesen haben. Denn es ist ein und dieselbe Geschichte nur aus zwei verschiedenen Perspektiven.
Der Schreibstil der Autorin ist immer noch so grandios wie vorher. Daran ändert sich nichts.

Ich finde es gut, wie Holder's Charakter in dem zweiten Buch zur Geltung kommt. Wie er mit sich kämpfen muss, um den Tod seiner Schwester zu verarbeiten. Man lernt andere Seiten von ihm kennen. Man versteht ihn und kann seine Entscheidungen, die er im ersten Buch gefällt hat, nachvollziehen.

Die Abschlussszene ist sehr mühsam zu lesen, aber nicht weil sie schlecht geschrieben ist, sondern weil sie einfach emotional so belastend für Holder ist, dass einem die Tränen in die Augen steigen. Als wir den Brief von Les endlich lesen durften, bricht meine Welt zusammen.

"Das Buch rutscht [ihm] aus den Händen und landet mit einem Knall auf dem Boden. Tränen strömen [ihm] übers Gesicht." (S.398)

Aber auch er schafft es am Ende und versucht "...[sein] Leben [zu] leben." (S.409)

Leser, die bereits den ersten Teil gelesen haben, sollten auf jeden Fall beim zweiten Band zugreifen und lesen, lesen, LESEN.

Meine Bewertung:

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