Montag, 8. Februar 2016

Das Lied des Achill II Madeline Miller [Rezension]

"Patroklos. Es war der Name, den mir mein Vater nach meiner Geburt hoffnungsvoll, aber unüberlegt gegeben hatte, und er lag mir bitter auf der Zunge. Er bedeutete "zur Ehre des Vaters"." (S. 30)

Titel: Das Lied des Achill
Autorin: Madeline Miller
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro
Genre: Historisch

Zusammenfassung:

Der junge Prinz Patroklos wird ins Exil nach Phthia geschickt, wo er gemeinsam mit Achill aufwächst, dem Sohn des Königs von Peleus. Zwischen den Jungen entwickelt sich eine zarte Liebe. Seite an Seite wachsen die beiden Männern heran. Ihr Friede wird jedoch jäh zerstört, als Paris Helena aus Sparta entführt und sich die Männer Griechenlands zum Kampf gegen Troja versammeln. Achill schließt sich ihnen an; Patroklos, zwischen Angst und Liebe hin- und hergerissen, folgt ihm in den Krieg - nicht ahnend, dass der das Schicksal seines Freundes in die Hände der Götter geben muss.

Meinung:

Patroklos kommt nach Phthia, wo er Achill kennenlernt, einen Jungen, der von allen gemocht wird und alles beherrscht. Selbst auf der Leier spielt er begabt. Patroklos ist zu nichts fähig und muss Achill zusehen, wie er als Held behandelt wird. Seine Ausstrahlung berührt Patroklos zutiefst. Jeden Tag beobachtet er Achill von seinem Tisch aus, bis er endlich zu ihm kommt.

So wachsen beide Jungen weit weg von Troja auf und ahnen noch nicht, was auf sie zukommt.
Während Patroklos lieber kämpfen würde, ist Achill der ruhige von beiden. Bereits auf den ersten Seiten merkt man dass zwischen Achill und Patroklos mehr herrscht, als nur eine banale Freundschaft. Auf den darauffolgenden Seiten wird die intensive Freundschaft zwischen den beiden Protagonisten zu einer Liebe, der keine Steine in den Weg gestellt werden darf. Achill und Patroklos finden sich, egal wo sie sind.

Im ersten Abschnitt kommt die Beziehung von Achill und Patroklos viel besser zur Geltung als im nächsten Abschnitt des Romans. Das liegt zum einen daran, dass sie nicht mehr jung sind. Und zum anderen ist endlich die Zeit gekommen. Sie werden in den Krieg gerufen. Dort wird ihre Liebe unter die Probe gestellt.

Achill ist tapfer und schlägt sich überall durch, während Patroklos der Pfleger im Heer ist. Er ist einfühlsam und setzt sich trotz seiner Liebe zu Achill für Briseis ein und rettet sie aus den Händen von Agamemnon.

Die Liebe zwischen Achill und Patroklos ist ein wenig gewöhnungsbedürftig für den Leser. Dadurch dass aber immer nur sie im Mittelpunkt stehen, gewöhnt man sich schnell an ihre Beziehung. Doch wenn Briseis auftaucht, wünscht man sich Patroklos würde ihr gehören. Für einen Moment denkt man, dass er sich Briseis hingibt und mit ihr ein Kind zeugen wird, denn er weiß, dass er nie ein Kind geschweige denn eine herkömmliche Familie mit Achill haben wird.
Während sich Patroklos darüber ernste Gedanken macht, geht Achilles gleichgültig mit dem Thema um. Die zwei Protagonisten sind sehr unterschiedlich und passen nichtsdestotrotz wie die Faust aufs Auge. Sie ergänzen sich durch ihre Gegensätze.

Wenn man die Geschichten über Troja gerne hört und begeistert von dem Film ist, braucht man sich bei dem Roman "Das Lied des Achill" keine Sorgen zu machen. Das Buch wird Emotionen aufwirbeln und dem Leser gefallen schenken. Hat man den Roman erst einmal in den Händen kann man sich auf eine Reise nach Phthia und Troja gefasst machen.

Meine Bewertung:


1 Kommentar:

  1. Kommt gleich auf meine Wunschliste! Tolle Rezension! :)
    Troja finde ich mega spannend und dann kann ich ja, nach deinen Worten, nichts falsch machen. :D :)

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