Samstag, 30. April 2016

Wie die Zeit vergeht II José Sanabria [Rezension]

"José Sanabrias wunderbare Geschichte ist eine Reise durch die Zeit und zugleich eine Metapher für die Vergänglichkeit des Glücks."


Titel: Wie die Zeit vergeht
Autor: José Sanabria
Format: Gebunden
Preis: 15,99 Euro
Genre: Kinderbuch



Zusammenfassung:

Ein prächtiges Schiff segelt stolz der Sonne entgegen. Doch mit der Zeit verliert es seinen Glanz und verrostet schließlich im Hafen. Als die Menschen im Dorf verarmen, besinnen sie sich auf das alte Schiff und finden auf ihm ein neues Zuhause.

José Sanabria stammt ursprünglich aus Kolumbien und lebt und arbeitet seit 1992 in Argentinien. Seine Arbeiten wurden in Bratislava und Bologna ausgestellt. Diverse Workshops führten ihn nach Europa und Japan. Heute betreibt José Sanabria eine eigene Illustrationsschule in Buenos Aires.

Meinung:


Es war mal ein Schiff, das transportierte Menschen von Ort zu Ort. Eines Tages kaufte aber ein Händler dieses Schiff und benutzte es für den Transport von Waren. Als es dann selbst dafür nicht mehr nützlich genug war, wurde es für die Fischerei verwendet. Und irgendwann brauchte es niemand mehr, sodass es alleine und einsam im Hafen stand.

Es war mal eine Familie, die war reich und lebte nobel und hatten ein schönes Leben. Die Familie wurde von Zeit zu Zeit immer verschwenderischer, so dass sie mittellos wurden. Sie musste in ein kleineres Haus ziehen. Irgendwann war die Familie aber so arm, dass sie ins Hafenviertel zog.
Diese obdachlosen Menschen haben schließlich das verlassene Schiff bewohnt und richteten es wieder ein. Danach fuhren sie in ihrem "alten-neuen" Zuhause los.

Das Schiff in dem Kinderbuch trägt eine prägnante und wichtige Botschaft mit sich.
Es zeigt, dass die Menschheit das Schätzen von Dingen im Leben vergisst und verlernt und sie dadurch einfach weggeworfen werden. Leider spiegelt diese Situation das Verhalten vieler Menschen unserer Welt wieder. Sobald sie aufsteigen, sei es im Beruf oder anderweitig, lassen sie das Alte im Leben zurück. Aber irgendwann landen sie wieder da, wo sie angefangen haben. 

Der Aufbau ist klar strukturiert. Die Geschichte ist in drei Teile aufgeteilt. Die Hauptaspekte werden dabei vor den Kapitelanfängen erwähnt, wie: das Schiff, die Familie und der Aufbruch.
Die einzelnen Geschichten hängen miteinander zusammen. Die Familie aus dem zweiten Teil landet im Endeffekt wieder auf dem Schiff, dass sie im ersten Kapitel verlassen haben.
Wie ein gutes altes Sprichwort sagt: 
"Man sieht sich immer zweimal im Leben."
Nur durch gemeinsames Handeln schaffen es die Menschen das Schiff wieder auf Vordermann zu bringen und reisen dann dorthin, wo die Sonne scheint. 

Das Kinderbuch ist insgesamt sehr kurz gefasst. Das liegt daran, dass der Fokus der Geschichte auf den Illustrationen liegt, die der Autor José gezeichnet hat. 

"Wie die Zeit vergeht" ist wieder eines dieser Kinderbücher, die eher für Erwachsenen als für Kinder gemacht wurden. Ob Kinder die Aussage hinter dieser schönen Geschichte erspähen werden, ist fragwürdig, dennoch würde ich es weiterempfehlen wollen, da sie schön illustriert ist. 

Meine Bewertung:

1 Kommentar:

  1. Ich liebe Kinderbücher, vor allem wenn sie so tiefgründig sind wie diese! Der Titel landet sogleich auf meiner Wunschliste!

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